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Gee-Art

Künstler aus Brandenburg an der Havel

Kurzbiografie

 

In den Augen des Künstlers Marcel Grams, ist „Malen und Zeichnen reflektiertes Sehen und (Be-) greifen“. Die Wahl seiner Motive und Darstellungen spiegeln Stationen seines Lebenswegs wieder. Dieser war nicht immer gradlinig. Er ist ein Künstler, der sich seiner Wurzeln bewusst ist und sie durch Linien, Farben und Formen auf Papier und Leinwand weiterträgt. Aufgewachsen in verschiedenen ostdeutschen Städten – im Spannungsfeld zwischen ostdeutschen Ruinen und überraschend lebendiger Natur – entwickelte er früh einen Blick für Kontraste. „Zwischen grauen, bröckelnden Fassaden und bunter Natur habe ich gelernt zu sehen“, sagt er über diese prägende Zeit.

 

Schon als Kind begann er zu zeichnen und zu malen, so entstand schon im Garten der Oma mit Butterbrotpapier und Filzstiften, das erste künstlerische Experimentierfeld. „Ich habe einfach ausprobiert und abgebildet was mich beschäftigt, ohne zu wissen, was richtig oder falsch ist.“ Dieses intuitive Arbeiten ist bis heute ein Kern seiner Herangehensweise geblieben.

Im Laufe der Jahre weitete Marcel Grams sein Material- und Ausdrucksrepertoire stetig aus: Kohle, Aquarell, Pastellkreide, Ölkreide, Tusche und Acryl sowie digitale Kunst via Grafiktablett wurden zu Werkzeugen, mit denen er seine Bildwelten formt. Seine Motive sind stark beeinflusst von urbanen und naturnahen Eindrücken, persönlichen Neigungen zu Graffiti und Kalligrafie sowie seiner Arbeit nach dem Studium in Berlin in der Natur- und Zirkuspädagogik. „Mich reizt das Rohe genauso wie das spielerisch Leichte“, beschreibt er selbst die Spannbreite seiner Inspirationen und Darstellungen.

Als Autodidakt probierte er sich in mehreren Bereichen der bildenden Künste (Malerei & Zeichnung, Skulptur, Grafik, Fotografie) und darstellenden Künste (Theater, Zirkus) aus. „Die Kunst besteht um uns herum, ich bin nur ein Auge des Betrachters und forme sie zu einem kreativen Ausdruck.“ Sein favorisiertes Medium bleibt hierbei die Malerei mit Pinsel und Farben.

Einen wichtigen Schritt in seiner künstlerischen Entwicklung markierte ein Kunstkurs bei der freischaffenden Künstlerin Ellena Olsen, bei dem er sich intensiver mit figürlichem Zeichnen, Komposition, Bildaufbau und experimenteller Malerei auseinandersetzte. „Dort habe ich gelernt, meine Intuition und Ausdruckskraft bewusster einzusetzen.“

Heute lebt und arbeitet Marcel Grams als Sozialpädagoge und Hobbykünstler in Brandenburg an der Havel. Seine Bilder bewegen sich zwischen Fantasie und Wirklichkeit, oft mit einem Moment des Ausbrechens aus dem Gewohnten. „Meine Kunst ist subjektiv und meine Werke meist ein Zusammenspiel von surrealen Elementen, organischen Formen und starken Farbkontrasten.“

 

Seine erste Ausstellung „Wundertüte“, zu sehen in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal bis August 2026, bringt diese Haltung eindrucksvoll zum Ausdruck. „Ich mag es, wenn Bilder nicht stillstehen und Interpretations- sowie Inspirationsspielraum lassen“, sagt er.

 

Die Ausstellung zeigt unter anderem Elefanten, die scheinbar den Rahmen verlassen, achtsame Beobachter und infizierte Pilze, sowie farbenfrohe Landschaften, die sich aus der Vorstellungskraft heraus in die Realität drängen. Es sind Arbeiten, die Grenzen verschieben und den Blick öffnen – so wie der Künstler selbst, der in seinen Bildern immer auch ein Stück seiner eigenen Entwicklung sichtbar macht.

 

Die Ausstellung WUNDERTÜTE ist von April- August 2026 in der

 

Gemeindeverwaltung Nuthe-Urstromtal

Frankenfelder Str. 10

14947 Nuthe-Urstromtal 

zu besichtigen.

´Elefant im Rahmen´ Mischtechnik 2022

´Farbexplosion´ Mixed Media 2013

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